{"id":7756,"date":"2023-11-27T16:58:15","date_gmt":"2023-11-27T16:58:15","guid":{"rendered":"https:\/\/susanneruester.de\/?p=7756"},"modified":"2024-03-22T11:50:11","modified_gmt":"2024-03-22T11:50:11","slug":"gaensehaut-garantiert-woher-kommt-die-lust-am-krimi-und-welche-gattungen-gibt-es-teil-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/susanneruester.de\/?p=7756","title":{"rendered":"G\u00e4nsehaut garantiert, Teil 3"},"content":{"rendered":"\n<p>Im dritten Teil ihres Artikels \u201aOhne Krimi geht die Mimi nie ins Bett\u2018&nbsp;besch\u00e4ftigt sich Susanne R\u00fcster mit dem langen Weg von Kriminal-Autorinnen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Von der Hobby- zur Profi-Ermittlerin.&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Lange war das Krimi-Genre eine Dom\u00e4ne der M\u00e4nner. Frauen tauchten als sch\u00f6ne Leiche oder strickende Amateurdetektivin auf. Seit den 20er Jahren begannen Frauen, Krimis zu schreiben, allerdings klassische Whodunit-Literatur mit m\u00e4nnlichen Helden. Agatha Christie lie\u00df den schrulligen Belgier Hercule Poirot mit Sp\u00fcrsinn und scharfem Verstand Morde aufkl\u00e4ren. Dorothy Sayers und Margery Allingham schickten die adeligen Akteure Lord Peter Wimsey und Albert Campion als Polizei-Detectives auf die Spur.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die erste weibliche Ermittlerin \u00fcberhaupt war Miss Marple, erschaffen von Agatha Christie (<strong>Mord im Pfarrhaus,&nbsp;<\/strong>1930). Die Krimi-Pionierinnen unterschieden sich deutlich von den m\u00e4nnlichen Autoren (Dashiel Hammet,&nbsp;Raymond Chandler)&nbsp;und deren arroganten, rational und teils brutal agierenden Detektiven (hard-boiled) und pr\u00e4gten den klassischen R\u00e4tselkrimi &#8211; den Whodunit. Die Heldinnen wurden meist zuf\u00e4llig mit Verbrechen konfrontiert und kl\u00e4rten sie inmitten ihres Alltags als Hausfrau und Mutter mit Beobachtungsgabe und Intuition als \u201eArmchair Detectives\u201c auf. Sie schrieben Krimis mit psychologischer Tiefe, suchten den besonderen Blick wie Margaret Millar, die erstmals den Psychiater Paul Prye ermitteln lie\u00df. Dorothy Sayers, die in ihren Romanen um den Ermittler Lord Peter Wimsey &#8211; unterst\u00fctzt durch Kriminalschriftstellerin Harriet Vane \u2013 zun\u00e4chst den Konventionen des Genres folgte, wagte 1935 mit \u201aGaudy Night\u2018 (\u201aAufruhr in Oxford\u2018) Au\u00dfergew\u00f6hnliches: Harriet Vane kehrt f\u00fcr einen Vortrag an ihr Frauencollege nach Oxford zur\u00fcck und erlebte dort Anschl\u00e4ge auf Professorinnen, Studentinnen und sich selbst \u2013 auf selbstbewusste Frauen. Harriet Vane kl\u00e4rt die Reihe von \u00dcbergriffen auf und beschreibt die Geschichte der Frauen an diesem College, ihre Charaktere, F\u00e4higkeiten, Talente, zeigt die Hindernisse und Widerst\u00e4nde auf, gegen die die Frauen f\u00fcr ein selbstbestimmtes Leben k\u00e4mpfen m\u00fcssen. Mit diesem Werk begann die Geschichte des feministischen Kriminalromans.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Weiterentwicklung musste allerdings warten. In den 40iger und 50iger Jahren gab es wenig Platz f\u00fcr selbstbewusste Frauenliteratur. Die US-amerikanischen Hard-boiled-Autoren Dashiell Hammett und Raymond Chandler wollten den Mord \u201aaus der venezianischen Ziervase ziehen\u2018 und ihn wieder auf die Stra\u00dfe bringen, \u201azu den Menschen, die wirklich einen Grund hatten zu t\u00f6ten\u2018.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Patricia Highsmith w\u00e4hlte eine Generation sp\u00e4ter einen anderen Weg. Im Mittelpunkt ihrer psychologischen Kriminalromane standen&nbsp;nicht die Aufkl\u00e4rung von Verbrechen (Whodunit), sondern die Umst\u00e4nde und Motive (Whydunit), die einen unauff\u00e4lligen Menschen zum T\u00e4ter werden lassen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Geschichte einer lesbischen Liebe schrieb Highsmith unter dem Pseudonym Claire Morgan, um die eigene Homosexualit\u00e4t im damaligen konservativen Klima nicht \u00f6ffentlich zu machen.&nbsp;Aus \u00e4hnlichen Motiven w\u00e4hlten manche Autorinnen geschlechtsneutrale Namen. So ver\u00f6ffentlichte die englische Autorin Celia Fremlin ihre psychologischen Romane unter dem geschlechtsneutralen K\u00fcrzel P.D. James, und die franz\u00f6sische Krimi-Autorin&nbsp;Fr\u00e9d\u00e9rique Audoin-Rouzeau w\u00e4hlte selbst drei\u00dfig Jahre sp\u00e4ter dasm\u00e4nnliche Pseudonym Fred Vargas.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Au\u00dfer-Haus-Ermittlerinnen&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Erst in den 60er und 70er Jahren verlie\u00dfen die literarischen Amateurdetektivinnen ihr Haus und wurden in ihrer Berufst\u00e4tigkeit mit Verbrechen konfrontiert. So schickte die Frauenrechtlerin Carolyn Heilbrun (Pseudonym: Amanda Cross) die Literaturprofessorin Kate Fansler auf die Spur, es folgte u.a. die Reporterin Laurie Moran der Thrillerautorin Mary Higgins Clark. Die Schriftstellerinnen lie\u00dfen ihre Protagonistinnen nicht nur in Mordf\u00e4lle ermitteln, sondern widmeten sich dem Platz selbstbewusster, gebildeter Frauen in Partnerschaft und Gesellschaft. Amanda Cross stellte die Frage: Wer t\u00f6tet Frauen und warum?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hard-boiled-women<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In den 80zigern erlangte der von Frauen geschriebene Krimi weitaus gr\u00f6\u00dferes Gewicht. Die Protagonistinnen der US-Amerikanerinnen Sara Paretsky, Sue Grafton, Marcia Muller und der Britin Liza Cody waren Berufsdetektivinnen, so wie die San Francisco ermittelnde Sharon McCone, die Figur von Marcia Muller, die von Sara Paretzky geschaffen Chicagoer Detektivin Vic Warshawski, die Kalifornierin Kinsey Millhone von Sue Grafton oder die Londoner Detektivin Anna Lee der britischen Autorin Liza Cody, die allerdings ihre Heldin lieber keine Waffen tragen lie\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Autorinnen schufen die Figur der hartgesottenen Ermittlerin, die ihren m\u00e4nnlichen Kollegen an Kraft und Durchsetzungsst\u00e4rke nicht nachstand, und sich im Ton zun\u00e4chst an hard-boiled-Autoren wie Dashiell Hammett und Raymond Chandler anlehnten. So schoss Vic Warshawski zielsicher, trank, fluchte wie Sam Spade oder Philip Marlowe, hatte immer eine schlagfertige Bemerkung parat und setzte ihre F\u00e4uste ein wie ihren Verstand. Jedoch gab es immer eine politische Botschaft, wenn Vic Warshawski ermittelte: Mord im Frauenhaus, Anschlag auf eine Abtreibungsklinik, Delikte in der katholischen Kirche. Es ging um Verbrechen an Frauen und um Verbrechen, die Frauen besonders trafen. Viel Kritik musste Paretsky trotzdem ertragen. Ihren LeserInnen war ihre Protagonistin zu maskulin, zu besserwisserisch und in ihren kurzen Abenteuern mit M\u00e4nnern zu beliebig. Aber sie war nicht ausschlie\u00dflich Einzelk\u00e4mpferin, sondern sie zeigte die Durchsetzungsst\u00e4rke auf, wenn Menschen sich gegen ein \u00dcbel verb\u00fcndeten.&nbsp;&nbsp;Paretzky k\u00e4mpfte um mehr Aufmerksamkeit und Anerkennung f\u00fcr den von Frauen geschriebene Krimi. Sie gr\u00fcndete das Netzwerk \u201eSisters in Crime\u201c, deren deutsches \u00c4quivalent die \u201eM\u00f6rderische Schwestern\u201c wurden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ab den neunziger Jahren thematisierten Krimiautorinnen das Privatleben der Ermittlerin, widmeten sich Themen wie Sexismus und Diskriminierung. So zeichneten&nbsp;Tess Gerritsen mit ihrer Protagonistin&nbsp;Abby(\u00c4rztin wie die Autorin) oder die Kanadierin Joy Fielding in ihren Psychothrillern Abgr\u00fcnde der Gesellschaft, w\u00e4hlten Themen wie Vergewaltigung, Psychoterror, Gewalt in der Ehe, Kindesentf\u00fchrung.&nbsp;Die Autorinnen wollten nicht die alte Ordnung wiederherstellen, sondern sie entwickelten die Charakteristika des feministischen Krimi: Ermittelt werden Verbrechen an Frauen, ihre Lebensrealit\u00e4t und Beziehungen untereinander stehen im Mittelpunkt, wobei auch Unterschiede nach Alter, Klasse, Herkunft thematisiert werden.<a><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Mit Autorinnen wie Gillian Flynn (\u201aGone Girl\u2018) und Paula Hawkins (\u201aGirl on the Train\u2018) hat sich ein neues Subgenre \u201aDomestic Noir\u2018 herausgebildet. Es geht um Gewalt und Verbrechen, die Frauen in ihrer engsten Umgebung erfahren.<\/p>\n\n\n\n<p>Noch radikaler gestaltete in Frankreich Virginie Despentes ihre Protagonistinnen. Sie treten als R\u00e4cherin auf, setzen Gewalt nicht nur zur Erreichung eines legitimen Ziels ein, sondern baden geradezu darin, mit dem Ziel, die (M\u00e4nner)Welt in Angst und Schrecken zu versetzen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kritik&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Kritiker warfen die Frage auf, ob dem Anliegen des feministischen Krimis gedient sei, wenn die Heldin vergleichbar dem Verbrecher agiert, Drogen nimmt, wahllosen Sex hat, straffrei t\u00f6tet. Die schottische Autorin Val McDermid muss sich den Vorwurf gefallen lassen, dass ihre Gewaltdarstellungen sadistisch-exzessive Z\u00fcge annehmen. Haben Darstellungen weiblicher Gewalt mit Emanzipation zu tun oder werden frauenfeindliche Muster der Krimiautoren alter Schule \u00fcbernommen, indem Frauen gequ\u00e4lt, vergewaltigt, ermordet, zerst\u00fcckelt, ausgeweidet werden? Ist das noch Emanzipation oder werden voyeuristische Gel\u00fcste bedient? Und &#8211; werden weibliche Figuren nur deshalb Ermittlerinnen, weil sie in der Vergangenheit missbraucht wurden \u2013 wie Stieg Larssons Lisbeth Salander? Jedes Detail des sexuellen Missbrauchs am Kind wird beschrieben und die Erwachsene \u00fcbt Rache. Kann nur diejenige, die ein Trauma in sich tr\u00e4gt und&nbsp;&nbsp;sich f\u00fcr Qual und Missbrauch r\u00e4chen will, die wahre Ermittlerin sein?&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ein Preis f\u00fcr Romane, die ohne Gewalt an Frauen auskommen<\/h2>\n\n\n\n<p>Die britische Drehbuchautorin Bridget Lawless stiftete den Staunch Book Prize f\u00fcr Kriminalromane, die ohne Gewalt an Frauen auskommen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Der Preis l\u00f6ste eine heftige Debatte unter Autorinnen aus. So erkl\u00e4rte Val McDermid: \u201eSolange M\u00e4nner entsetzliche Gewalt an Frauen und andere misogyne Taten begehen, werde ich dar\u00fcber schreiben.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Es darf gefragt werden, ob die Polizistin, die Verbrechen verfolgt, weil es ihr Beruf ist, den sie liebt, und die sich nicht r\u00e4chen will, langweilig ist? Kann nicht auch die feministische Autorin mit Spa\u00df an der Sache schreiben?&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Und so gibt es bis heute eine literarische Tradition, deren&nbsp;Autorinnen&nbsp;nicht alle radikalen \u00dcberzeugungen und Aktionen des Feminismus teilen, jedoch ebenso der Ansicht sind, dass f\u00fcr eine wahre Gleichberechtigung der Frauen die politische und rechtliche Gleichstellung nicht ausreicht, sondern Unterschieden in Herkunft und sozialer Stellung Rechnung zu tragen ist.&nbsp;&nbsp;So lassen z.B. Elizabeth George, Deborah Crombie, Donna Leon als Hauptkommissare zwar M\u00e4nner ermitteln (Thomas Lynley, Duncan Kincaid,&nbsp;Guido Brunetti), stellen ihnen jedoch intelligente, toughe, gleichberechtigte Frauen zur Seite. Sie schaffen&nbsp;Spannung durch dichte Atmosph\u00e4re und&nbsp;Lokalkolorit, verzichten auf besonders aktionsreiche und blutige Szenen, sondern konfrontieren ihre Figuren mit Verstrickungen in realistischen Lebens- und Arbeitswelten, greifen interessante, aktuelle Themen auf.&nbsp;Viele der gem\u00e4\u00dfigt feministischen Autorinnen halten an einer Differenz der Geschlechter fest. Denn wie soll man m\u00e4nnliche Vorherrschaft bek\u00e4mpfen, wenn man keine Binarit\u00e4t zwischen Frau und Mann mehr kennt?&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Insgesamt hat sich das Bild der fiktiven Ermittlerinnen heute wesentlich erweitert. Sie arbeiten in verschiedensten Positionen, allein unter, aber auch \u00fcber M\u00e4nnern, in Doppelspitzen, mit oder ohne Kind und Mann oder Frau oder in Patchwork-Familie. Die heutigen fiktionalen Heldinnen verfolgen ihre Ziele als empathische Kommissarin, sogar halbtags wie Bettina Boll von Monika Geier, als erfolgreiche Polizeichefin wie Kate Burkholder von Linda Castillo oder als autistische Hackerin wie&nbsp;Henrietta Martinez von&nbsp;Ava McCarthy und nat\u00fcrlich&nbsp;Lisbeth Salander von Stieg Larsson, die zugleich in ihrer Rache&nbsp;f\u00fcr Missbrauch eine<strong>&nbsp;<\/strong>schillernde T\u00e4terin abgibt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der deutschsprachige Krimi&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Doris Gercke provozierte in den Neunzigern mit ihrer Serie um die ruppige Ermittlerin Bella Block, die kaltschn\u00e4uzig f\u00fcr Gerechtigkeit sorgt, auch mit der Schusswaffe. Das Terrain der Schwabenreporterin Lisa Nerz von Christine Lehmann waren die feministische Redaktion, das Frauengef\u00e4ngnis, die Frauen-Demo zum 8. M\u00e4rz, aber auch die Auseinandersetzung \u00fcber Sprachpolitik, Gender-Mainstreaming oder Frauenhass im Rap. Mit ihrer m\u00e4nnlichen Nebenfigur, Oberstaatsanwalt Weber, kehrte sie&nbsp;g\u00e4ngige Rollen- und Verhaltensmuster um&nbsp;und probierte aus, was passiert, wenn sich Figuren anders verhalten, als man es erwartet.&nbsp;Andererseits bem\u00fchte sie sich um&nbsp;Solidarit\u00e4t unter den verschiedenen Gruppen der Frauenbewegung und warf die Frage auf, wie man m\u00e4nnliche Vorherrschaft bek\u00e4mpfen solle, wenn es keine eindeutige Binarit\u00e4t mehr gebe.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf traditionellere Weise, aber gleichwohl mit sozialkritischem Anspruch schickt Nele Neuhaus ihr&nbsp;Ermittler-Team Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein von&nbsp;Bestseller zu Bestseller.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Zo\u00eb Beck entwickelt den feministischen Kriminalroman auf andere Weise weiter. Sie verbindet eine aktuelle Handlung mit dystopischen Elementen einer in der Zukunft spielenden Erz\u00e4hlung, um auf bedenkliche gesellschaftliche Entwicklungen aufmerksam machen.&nbsp;Merle Kr\u00f6ger setzt sich in ihren Krimis um die Protagonistin Madita, Halb-Inderin, mit Rassismus und Ablehnung auseinander. Madita, die zeitweilig in einem alten Reisebus lebt, wird unfreiwillig in Verbrechen verwickelt, aus denen sie sich nicht heraushalten kann und denen sie mit Mut und Zivilcourage auf die Spur kommt. Ihre Romane erscheinen bei&nbsp;Ariadne, der&nbsp;seit 1988 existierenden politischen Frauenkrimireihe des von Frigga Haug gegr\u00fcndeten und vonMarion Laudan, zugleich Gr\u00fcnderin des \u201aNetzwerkes&nbsp;<strong>f\u00fcr feministische Krimiliteratur&nbsp;<\/strong><em>HerLand\u2018<\/em>&nbsp;gef\u00fchrten Argument Verlags. Mit der&nbsp;ersten Frauenkrimi-Reihe pr\u00e4sentierte der Verlag starke Frauen mit sozialkritischem Biss und verlegt heute&nbsp;deutschsprachige Autorinnen wie&nbsp;Monika Geier, Christine Lehmann, Dagmar Scharsich,&nbsp;Merle Kr\u00f6ger, Anne Goldmann, aber auch die&nbsp;Pionierinnen des feministischen Krimigenres wie Sara Paretsky, Liza Cody, Pieke Biermann sowie&nbsp;ins Genre passende ausl\u00e4ndische Autorinnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein umfassendes Bild \u00fcber die Entwicklung des feministischen Kriminalromans gibt die \u201aStudie Sisters in Crime\u2018 der&nbsp;&nbsp;amerikanischen Literaturwissenschaftlerin Maureen Reddy (1988, erschienen in Deutschland im Guthmann &amp; Peterson Verlag unter dem Titel \u201aDetektivinnen\u2018 &#8211; ein Leitfaden durch die B\u00fccher zeitgen\u00f6ssischer Kriminalautorinnen und ihrer Figuren).<\/p>\n\n\n\n<p>\u00a9 Susanne R\u00fcster<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im dritten Teil ihres Artikels \u201aOhne Krimi geht die Mimi nie ins Bett\u2018&nbsp;besch\u00e4ftigt sich Susanne R\u00fcster mit dem langen Weg von Kriminal-Autorinnen. Von der Hobby- zur Profi-Ermittlerin.&nbsp; Lange war das Krimi-Genre eine Dom\u00e4ne der M\u00e4nner. Frauen tauchten als sch\u00f6ne Leiche oder strickende Amateurdetektivin auf. 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